Direkt zum Inhalt

Die Krankenkassen sind nun fast schuldenfrei

Die Krankenkassen sind nun fast schuldenfrei

Nach dem nun vorliegenden Finanzergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr haben die Krankenkassen bei einem Gesamtbudget von rund 16 Milliarden Euro im vergangenen Jahr einen Überschuss von 217 Millionen Euro erzielt und sind damit nun schuldenfrei. Bereits in der Februar-Prognose haben die Krankenkassen mit einem Plus von 186 Millionen Euro gerechnet. Mit Ausnahme der Kärntner Gebietskrankenkasse und der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft haben alle anderen Krankenversicherungsträger entweder einen Überschuss erzielt oder ausgeglichen bilanziert, weil sie ihre Überschüsse zur Sicherung von neuen Leistungen für die Versicherten - wie etwa der Versorgung mit Zahnspangen bei erheblicher Fehlstellung - rückgestellt haben. "Das im Jahr 2013 erzielte Ergebnis ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass trotz der im Dezember 2012 beschlossenen Gesundheitsreform und des damit eingeleiteten Kostendämpfungspfades in Höhe von 1,372 Milliarden Euro bis zum Jahr 2016 seitens der Krankenkassen im selben Zeitraum über 5,6 Milliarden Euro mehr in das heimische Gesundheitssystem und damit an Mehrleistungen für die Versicherten fließen werden", stellt der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, fest.

Zu den wichtigsten Faktoren dieses erfreulichen Ergebnisses zählen eine stabile Beitragsentwicklung (plus 3,6 Prozent) sowie ein sorgsamer Umgang mit den Beiträgen der Versicherten.

Die Sozialversicherung hat in den vergangenen Jahren mit der erfolgreichen Konsolidierung und Entschuldung der Krankenkassen jedenfalls bewiesen, wie ein Kostendämpfungspfad erfolgreich umgesetzt werden kann, ohne dass es zu Leistungseinschränkungen bei den Patienten und Patientinnen gekommen ist. So sind etwas die Ausgaben für die ärztliche Hilfe im vergangenen Jahr insgesamt um 4,6 Prozent gestiegen. Schelling: "Deshalb ist es wichtig, dass jetzt von den Krankenkassen Rücklagen gebildet werden können, um bei einer Abschwächung der Konjunktur nicht nur alle Leistungen sicherstellen zu können, sondern auch um für künftige neue Herausforderungen durch die bereits eingeleitete Gesundheitsreform bzw. neue Leistungen - etwa im Bereich der Zahngesundheit oder psychischer Erkrankungen - gerüstet zu sein".

"Durch die bessere Vernetzung der verantwortlichen Akteure, durch die gemeinsame Planung und Steuerung zwischen den Ländern als Spitalserhalter und der Sozialversicherung sowie einer koordinierten Qualitätssicherung kann es gelingen, den mit den Ländern festgelegten Pfad der Ausgabenobergrenzen zu erreichen und dabei die bestehende Versorgungsdichte und Qualität nicht nur zu erhalten, sondern für die Versicherten sogar noch zu verbessern", ist Schelling optimistisch.